Wernauer Adventskalender 2025

25. Türchen


 

Zusätzlich gibt es passend zum Video heute eine kleine Geschichte:

Die Legende vom Rotkehlchen

An jenem ersten Weihnachtsfest, so sagt man, war die Nacht von bitterer Kälte umhüllt. Das kleine Lagerfeuer im Stall drohte zu erlöschen und Mutter Maria machte sich Sorgen, dass ihr Kind frieren würde. Sie wandte sich an die Tiere und bat um Hilfe. Könntest du bitte auf die Glut pusten, sodass ein Feuer meinen Sohn weiterhin warm hält?“, fragte sie den Ochsen. Doch der Ochse lag im tiefen Schlaf auf dem Stallboden und hörte sie nicht. Als Nächstes fragte Maria den Esel, ob er die Glut wieder zum Brennen bringen könne, aber der Esel schlief auch und hörte sie nicht. Auch das Pferd und die Schafe hörten ihre Bitte nicht. Sie wunderte sich, was sie tun sollte. Plötzlich hörte Maria ein Flattern kleiner Flügel. Sie schaute auf und sah einen schlichten, einfarbigen braunen Vogel in den Stall fliegen. Der Vogel hatte Marias Bitte an die anderen Tiere gehört und war gekommen, um ihr zu helfen. Er ging zur Glut hinüber und flatterte stark mit den Flügeln. Seine Flügelchen glichen kleinen Blasebälgen, die Luft in die Glut flossen, bis diese wieder hellrot glühte. Er fachte das Feuer weiter an und sang dabei unaufhörlich, bis die Asche zu glimmen begann. Mit seinem Schnabel warf der Vogel neue, trockene Äste ins Feuer. In diesem Moment schoss plötzlich eine Flamme empor und verbrannte die Brust des kleinen Vogels hellrot. Doch der Vogel fachte das Feuer weiter an, bis es hell knisterte und den ganzen Stall wärmte. Das Jesuskind schlief selig. Maria dankte dem Rotkehlchen und lobte es für seine gute Tat. Zärtlich betrachtete sie seine von der Flamme verbrannte, rote Brust und sprach: „Von nun an soll eine rote Brust dich an deine edle Tat erinnern.“

Eure Minis aus St. Michael Neuffen 

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