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Im Alltag Sternmomente entdecken

Jugendspirituelle Hintergründe zum Wernauer Adventskalender 2017

 

Die christliche Religion wird von einer großen Mehrheit der deutschen Jugendlichen als alltagsfern erlebt. Weder die Sprache noch die angebotenen Inhalte finden sie für ihr Leben angemessen oder relevant.

Das steht in einer großen Spannung zu dem Befund, dass junge Menschen gleichzeitig sehr wohl auf der Suche nach Wertorientierung und Sinnangeboten sind.

Im Wernauer Adventskalender sind wir nun bereits im dritten Jahr dabei in Alltagsgleichnissen eine Annäherung zwischen Alltag und Glaubensleben zu fördern. 2015 haben wir Zeitpunkte, 2016 Gegenstände und 2017 sind es nun Orte, die wir besonders beleuchten. Anhand der Geschichte der Sterndeuter aus dem Morgenland werden Jugendliche angeleitet die „Sternmomente“ oder „Sternorte“ zu entdecken, also Orte, an denen plötzlich etwas aufblitzt, eine bestimmte Stimmung herrscht, die etwas mystisches oder einfach etwas Besonderes ausstrahlen. Wie die Weisen dem Sterndürfen Jugendliche diesen Sternmomenten folgen.

Dieses Vorgehen soll die natürliche Fähigkeit fördern, mehr in den Dingen zu sehen, als nur das, was die Augen erkennen. Jugendliche sollen staunen und sich wundern dürfen. Dazu gehört auch, dass die „Sternmomente“ nicht vorschnell und auf übergriffig missionierende Art mit christlichem Inhalt gedeutet werden. Nichts tötet Staunen schneller als eine Erklärung. Daher ist der christliche Inhalt in den Texten immer als Angebot formuliert, meist in Form eines kleinen Segens oder Sinnspruchs. Jeder Text „funktioniert“ aber auch ohne diesen Sinnspruch. Dadurch wird die christliche Botschaft, was sie ist: Ein Angebot, das mir mal kleinere und mal größere Horizonte eröffnet.